Hast du es in der Hand? Die 3 häufigsten Störquellen bei der Handhaltung

Unsere Hände sind unsere geschicktesten Werkzeuge. Aber nicht nur das. Sie ermöglichen es uns, zu fühlen und zu kommunizieren. Das ist beim Reiten, bei dem wir über unsere Hände Kontakt zu dem empfindsamen Pferdemaul halten, von besonderer Wichtigkeit. 


Wie fein du auf das Pferdemaul einwirkst, entscheidet sich bereits vor der Ausführung der Zügelhilfen


Die gefühlvolle Einwirkung beginnt nicht erst, wenn wir uns über die Ausführung der Zügelhilfen Gedanken machen. Bereits die Art und Weise, wie wir den Zügel halten, ist entscheidend.

Pferd mit korrekt verschnallter Trense.

Mit einer um den Stift völlig verkrampften Hand schreibst du keine Geburtstagskarte in Schönschrift. Genauso wenig, wie du dein Pferd mit einem festen Handgelenk gefühlvoll streicheln kannst. 

In diesem Beitrag erfährst du, welche Kleinigkeiten bei der Zügelhaltung einen großen Unterschied für die Feinheit deiner Einwirkung machen können.

So ist es richtig: 

  • Der Daumen muss dachförmig auf dem Zügel liegen. Du fixierst die Zügellänge mit der Daumenkuppe. Nur so ist es möglich, die Zügellänge konstant zu halten, und gleichzeitig in Handgelenk, Mittel- und Ringfinger beweglich zu bleiben.
  • So kannst Du mit kleinen, feinen Bewegungen aus deinen Fingern nachgeben und nutzt Bewegungen aus dem Handgelenk nur, um die Einwirkung zu steigern, falls das nötig sein sollte.
  • Der Arm funktioniert in einer Gelenkkette: Schulter, Ellenbogen und Handgelenk sind miteinander verbunden und beeinflussen sich wechselseitig. Ist die Bewegung eines dieser Gelenke eingeschränkt, können die beiden anderen nicht locker sein. Deswegen ist es wichtig, den Arm aus der Schulter locker hängen zu lassen.

Fehler 1

Fehlerhafte Handhaltung beim reiten.

Der Daumen auf der Gerte. Diese Haltung macht Dich weniger beweglich im Handgelenk. Sowohl deine Wahrnehmung über deine Hand als auch die feine Abstufung des Zügeleinsatzes ist so gestört. Das Handgelenk ist starr.

Fehler 2

Fehlerhafte Handhaltung beim Reiten.

Der Daumen ist gerade. Das Problem ist, dass wir den Zügel so nicht gut halten können. Er rutscht unter dem Daumen durch. Um das Zügelmaß konstant zu halten, schließen wir alle Finger mehr um den Zügel. Dadurch ist die feinste Form der Einwirkung nicht mehr möglich.

Fehler 3

Fehlerhafte Handhaltung beim Reiten.

Das Handgelenk wird zu sehr abgekippt. Hier sieht man dem Bild schon an, wie verkrampft das ist. Die Spannung überträgt sich bis in die Schulter. Außerdem kann die Gerte so nicht mehr eingesetzt werden, ohne die Zügelverbindung zu stören.


Ein bisschen Philosophisches


Kommunikation mit dem Pferd.

Ich glaube, es war meine Yoga-Lehrerin, die in einer Stunde folgenden schönen Gedanken formulierte:

„Mit unseren Händen bringen wir das, was wir im Herzen tragen, in die Welt.“

Deswegen ist es auch so wichtig, dafür zu sorgen, dass Brustmuskulatur, Schultergürtel etc. schön locker sind, damit unsere Herzensenergie gutfließen kann. Das gilt beim Yoga, beim Reiten und im Leben im Allgemeinen.

In diesem Sinne, viel Spaß bei der Kommunikation mit Herz, Hand und Pferd!

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Für mehr Informationen über mich und mein Angebot als Reitlehrerin und Ausbilderin schau gerne auf meiner Webseite vorbei.

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